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Beginengemeinschaften in Nordrhein-Westfalen

„Die Beginen waren selbstständige Frauen, die seit dem Mittelalter in großen oder kleinen Zusammenschlüssen, in Beginenkonventen oder Beginenhöfen, lebten. Ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit erlangten sie durch Stiftungen, das Einbringen ihrer jeweiligen Besitztümer, erlernten Fähigkeiten und durch ihre Arbeit. […] Beginen [heute] basieren auf der politischen Gleichstellung von Frauen, auf Gewaltfreiheit und auf Gemeinschaft von Frauen. [Sie] beziehen [sich] auf die Kompetenz und die weite Spiritualität von Frauen. […]“ – So steht es in der Präambel der Satzung des Dachverbandes der Beginen geschrieben, der sich 2004 gegründet hat.

Die „Beginen“ erleben laut der katholischen Theologin Rosel Oehmen-Vieregge seit den 1980er Jahren eine „Renaissance“ (Dies. 2006). Jedes Jahr findet ein bundesweites Beginentreffen statt, es wurde ein Dachverband gegründet und in verschiedenen Regionen Deutschlands entstanden und entstehen noch Initiativen, Projekte und Vereine, die sich auf die historischen „Beginen“ berufen. Doch wo der Begriff „Begine“ herkommt, ob es eine Selbst- oder Fremdbezeichnung ist, ist in der wissenschaftlichen Forschung genauso ungeklärt wie die Kategorisierung des Phänomens in eine religiöse oder soziale Bewegung, in eine bestimmte (religiöse) Einstellung oder Lebensweise von Frauen zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten.
Im Rahmen der Lehrforschung werden von Masterstudierenden der Religionswissenschaft eigene Projekte über Beginengemeinschaften in Nordrhein-Westfalen entwickelt, durchgeführt und dokumentiert. 

 

Studentische Projekte

  • Michael Bulle: Die Bedeutung von Spiritualität für die „Neuen Beginen “
  • Daniela Holz: Religiosität im subjektiven Selbstverständnis der „Neuen Beginen“
  • Johanna Kostrzewa: Das spirituelle Selbstverständnis „Neuen Beginen“

 

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