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Lisa Wevelsiep

Sie war Studentin der ersten Stunde, inzwischen arbeitet und promoviert sie am CERES: Lisa Wevelsiep kennt den Studiengang Religionswissenschaft deshalb wohl so gut wie kaum ein(e) andere(r).

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Stellen Sie sich doch kurz selbst einmal vor. Was sind Ihre Forschungsthemen?

In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit buddhistischen Wohltätigkeitsorganisationen in Bangladesch. Darin finden sich schon viele Themen wieder, die mich auch im Allgemeinen interessieren - wie Wandlungsprozesse von Religion in der Moderne, transnationale Verbindungen, postkoloniale Theorie und Buddhismus in Südasien.

Und was lehren Sie besonders gern?

Ein spezielles Thema zu benennen finde ich schwierig. Allgemein finde ich es schön, ein Thema in die Lehre einzubringen an dem ich selber gerade arbeite und das mich beschäftigt. Ich hoffe, dass es so auch möglich ist, die Begeisterung für ein Thema an die Studierenden weiterzugeben.

Was haben Sie eigentlich studiert?

Ich habe in Bochum Religionswissenschaft studiert. Im Bachelor kam als Zweitfach noch Komparatistik hinzu.

Was schätzen Sie an der Bochumer Religionswissenschaft? Und würden Sie auch gerne noch etwas verändern?

Mir gefallen die vielfältigen Ausrichtungen innerhalb der Religionswissenschaft. Während meiner Zeit als Studentin hatte ich das Gefühl, dass es viele Möglichkeiten gibt, eigene Interessen zu vertiefen und insbesondere während des Masterstudiums Einblicke in verschiedene Projekte des Lehrstuhls zu erhalten.

Die Anzahl der Studierenden hat sich in den letzten Jahren erhöht und ich hoffe, dass es uns gelingt, trotz höherer Studierendenzahlen weiter Möglichkeiten zu bieten, individuelle Schwerpunkte setzen zu können. Wobei ich sehr optimistisch bin, dass Formate wie Lehrforschungen oder Praktika in dieser Hinsicht gute Rahmenbedingungen schaffen.

Was liegt bei Ihnen gerade ganz oben auf dem Schreibtisch?

Texte über Veränderungen des Buddhismus im Zuge von Kolonialismus und Globalisierung.

Gibt es noch ein anderes Hobby neben der Wissenschaft?

Neben den zumeist genannten Interessen wie Reisen, mal einen Roman lesen, ins Kino oder Theater gehen, grabe ich gerne mal ein Gemüsebeet im Garten um oder verbringe Zeit mit meinem Pferd.

Was möchten Sie unseren Studierenden mit auf den Weg geben?

Für mich persönlich ist es immer wieder ein wichtiger Aspekt, Darstellungen und eigene Einstellungen aus verschiedenen Perspektiven betrachten und auch in Frage stellen zu können. Damit im Zusammenhang steht für mich auch die Fähigkeit die Komplexität von Situationen, beispielsweise in Bezug auf Religion und Gewalt, auch an eine allgemeine Öffentlichkeit vermitteln zu können.

Welche Frage können Sie (noch) nicht beantworten?

Ich fürchte, da gibt es viele, vom Weltfrieden angefangen und wann immer man denkt, eine für sich beantwortet zu haben, werden mindestens zehn neue Fragen dazukommen, aber dadurch wird es ja erst spannend!