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Malin Drees

Malin Drees ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am CERES im Bereich "Jüdische Religionsgeschichte".

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Stellen Sie sich doch kurz selbst einmal vor. Was ist Ihr Tätigkeitsbereich am CERES?
Seit dem Wintersemester 2015 arbeite ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Alexandra Cuffel, die hier am CERES Professorin für Judentum in Geschichte und Gegenwart ist. Hierbei unterstütze ich Sie z.B. im Bereich der Lehre und habe Zeit an meiner eigenen Dissertation zu arbeiten.

Was sind Ihre Forschungsthemen?
In meiner Dissertation beschäftigte ich mich mit jiddischen und hebräischen Quellen der Frühen Neuzeit. Schwerpunkt ist die Darstellung von Repressionserfahrungen in diesen Quellen, gleichzeitig zeigen sich allerdings auch Bilder vom täglichen Zusammenleben in dieser Zeit und interreligiöse Verhältnisse, die ich besonders spannend finde.

Womit beschäftigen Sie sich besonders gerne?
So eine pauschale Antwort habe ich da glaube ich nicht. Einerseits ist es schön, wenn sich die Inhalte von meiner eigenen Arbeit ein wenig mit denen von meinen Seminaren überschneiden oder es zumindest themenverwandt ist. Anderseits kann es aber auch gut sein, wenn man in der Lehre inhaltlich mal etwas völlig anderes als seine „alltägliche“ Forschung macht.

Was haben Sie eigentlich studiert?
Ich habe hier an der RUB Geschichte und Religionswissenschaft studiert. Hierbei hab ich mich dann zeitlich in beiden Fächern schon früh auf mittelalterliche und frühneuzeitliche Religionsgeschichte fokussiert, allen voran im Bereich des Judentums.

Wie sind Sie dann in der Religionswissenschaft gelandet?
Ich habe schon seit 2011 an der Professur für Judentum in Geschichte und Gegenwart als Studentische Hilfskraft und habe zwischenzeitlich auch als Tutorin gearbeitet. Nach Beendigung meines Masters im letzten Sommer (2015) habe ich glücklicherweise zum Wintersemester eine Stelle als Mitarbeiterin zu bekommen.

Was schätzen Sie an der Bochumer Religionswissenschaft? Würden Sie auch gerne noch etwas verändern?
Das vielfältige Angebot; Studierende haben die Möglichkeit während ihres Studiums in ganz verschiedene Bereiche zu schauen und dann nach ihrem Interesse Schwerpunkte zu wählen. Das hat mich auch während meines eigenen Studiums hier besonders gefallen.

Was liegt bei Ihnen gerade ganz oben auf dem Schreibtisch?
Hausarbeiten aus dem letzten Semester und die Seminar Vorbereitung fürs nächste Semester. Irgendwo finde ich aber sicherlich auch noch eine Quelle für meine Dissertation, die darauf wartet übersetzt zu werden.

Was möchten Sie unseren Studierenden mit auf den Weg geben?
Dass es sich lohnt in Randbereiche reinzuschnuppern und wirklich zu schauen, was einen interessiert und gefällt. Eine gute Möglichkeit hierfür sind Praktika, die man auf jeden Fall machen sollte. Ich konnte selbst durch ein Praktikum ein bisschen in ein für mich neues Berufsfeld reinschnuppern und habe so einen Eindruck von möglichen Arbeitsfeldern für Religionswissenschaftler abseits der universitären Wissenschaft erhalten können.

Welche (Forschungs- oder allgemeine) Frage können Sie (noch) nicht beantworten?
Da wird es sicherlich noch einige geben...