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Martin Radermacher

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Stellen Sie sich doch kurz selbst einmal vor.

Ich habe 2007 bis 2010 in Münster Allgemeine Religionswissenschaft sowie Kultur- und Sozialanthropologie studiert und im Anschluss ebenfalls in Münster promoviert. Seit Januar 2015 arbeite ich am CERES.

Was sind Ihre Forschungsthemen?

In meiner Promotion habe ich mich mit evangelikalen Fitness- und Diätprogrammen in den USA (sog. devotionale Fitness) beschäftigt. Evangelikale Bewegungen gehören nach wie vor zu meinen Forschungsthemen. Daneben interessiere ich mich aber auch für neuere Forschungsansätze innerhalb der Religionswissenschaft (material, spatial und somatic turn), für die Geschichte des Faches Religionswissenschaft und die verschiedenen Formen von Gegenwartsreligion und -spiritualität.

Und was lehren Sie besonders gern?

Ich vermittle gerne die Themen, die mir selbst besonders am Herzen liegen, dazu gehört natürlich mein Promotionsthema, aber auch die methodischen Grundlagen religionswissenschaftlichen Forschens und Arbeitens.

Was schätzen Sie an der Bochumer Religionswissenschaft?

Die Bochumer Religionswissenschaft ist sehr breit aufgestellt und als Mitarbeiter kann man vom Wissen und der Erfahrung der KollegInnen mit ihren jeweils eigenen Schwerpunkten nur profitieren.

Was liegt bei Ihnen gerade ganz oben auf dem Schreibtisch?

Die Vorbereitung der Seminare im kommenden Sommersemester (Grundlagen der qualitativen Religionsforschung, Lehrforschung zu devotionaler Fitness).

Was möchten Sie unseren Studierenden mit auf den Weg geben?

Dass sie in der Religionswissenschaft die große Chance haben, sich aus der ganzen Breite kultureller, gesellschaftlicher, historischer oder theoretischer Themen ihren Schwerpunkt zu wählen.

Welche (Forschungs- oder allgemeine) Frage können Sie (noch) nicht beantworten?

Wie kann man angesichts der fast täglich neu erscheinenden Arbeiten zu religionsbezogenen Themen überhaupt noch den Überblick über den akademischen Diskurs behalten?