RUB » CERES » Studium » Studium » Master of Arts » Profil

Profil

Im Studienfach Religionswissenschaft wird Studierenden ein systematischer Zugang zur „sozialen Tatsache“ Religion vermittelt. Dies impliziert eine wissenschaftliche Außenperspektive auf Religion im Unterschied zu einer religionsimmanenten Perspektive, wie sie in den unterschiedlichen theologischen Disziplinen schwerpunktmäßig unterrichtet wird. 

In systematischer Hinsicht erwerben Studierende theoretische und komparative Kompetenzen. Dazu zählen erweiterte Kenntnisse insbesondere soziologischer, ethnologischer, philosophischer und psychologischer Fragestellungen, Theorien und Methoden – zumindest insoweit sich diese auf den Gegenstand Religion beziehen. 

In materialhistorischer Hinsicht liegt der Schwerpunkt auf der Erkundung der Religionsgeschichte in und vor allem zwischen Europa und Asien von den Anfängen bis zur Gegenwart. Im Fokus steht insbesondere die Verflechtungsgeschichte, d. h. die wechselseitige Stimulierung unterschiedlicher religiöser Traditionen sowie deren Abgrenzung zueinander, anstatt sie, wie dies klassisch der Fall war, als monotone Einheiten („das Christentum“, „das Judentum“, „der Buddhismus“ etc.) zu begreifen. In dieser Hinsicht lassen sich „Religionen“ im Plural als verdichtete Diskursformationen betrachten, die in wechselseitigen Austauschprozessen stehen und deren Abgrenzung zueinander integraler Teil einer allgemeinen und dynamischen Religionsgeschichte darstellt.

Durch ein großes Wahlpflichtangebot haben Studierende die Möglichkeit zu einer eigenständigen Profilbildung im Bereich der systematischen Religionswissenschaft und/oder der materialen Religionsgeschichte. Dies umfasst auch die Möglichkeit zum vertieften Erwerb von Sprachkenntnissen, Methoden und die Absolvierung von Praktika. Das Studium orientiert sich zudem am RUB-weiten Motto des forschenden Lernens und ermöglicht fortgeschrittenen Studierenden die Durchführung einer eigenständigen Forschungsarbeit. Zudem bereitet es Studierende durch integrierte Praxismodule auf eine berufliche Karriere außerhalb der Universität vor.