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Jainismus - die unbekannte Religion: Radiobeitrag zur Kölner Ausstellung

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Derzeit findet im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum die Ausstellung "Heilige & Asketen: Minitaturmalerei der Jaina in Indien" statt. Es ist die erste Ausstellung in Deutschland, die sich der Jaina-Religion widmet. Grund genug für Deutschlandfunk sich diesem Thema zu widmen und Interviews mit dem Ausstellungs-Team zu führen. Mit dabei CERES-Südasienexperte Patrick F. Krüger. Der Kunsthistoriker und Religionswissenschaftler erforscht den Jainismus und half dem Kuratorenteam bei der Konzeption und Realisierung der Ausstellung.

Im Interview stellt Patrick F. Krüger die Lehren des Jainismus vor: Askese und strenge Vorschriften sind für die Anhängerschaft alltäglich. Zusätzlich gibt er einen kurzen Einblick in die religionsgeschichtlichen Anfänge der Jaina-Religion, die zwar als Schwester des ungleich bekannteren Buddhismus gilt, zu der aber selbst in den Akademien und religionswissenschaftlichen Forschungseinrichtungen eher randständig geforscht wird.

In der geschichtlichen Entwicklung ist besonders der Kontakt mit anderen Religionen auf dem indischen Subkontinent interessant: So sei es erst durch den Kontakt zwischen Jainas und Muslimen zu einer Handschriftenproduktion mit Miniaturmalerei gekommen. Gerade für die fein gefertigten Miniaturmalereien waren islamische Schriften bekannt. Andersherum habe die jainistischen Darstellungen des Religionsgründers Buddha-Bilder beeinflusst.

Den Beitrag der Sendung Tag für Tag im Deutschlandfunk gibt es hier im Print oder zum Nachhören hier.